Von Projekten die leider von der Heftigkeit nicht vorhersehbar sind bis hin zu Nervenzusammenbrüchen und purer Erleichterung

Wir haben den 04.10.2023, der einen Mittwoch, ab dem ich bis heute hart auf die Probe gestellt wurde. Unser Hausumbau begann, wir mussten die alte Wohnung verlassen, ich wusste nicht was mich erwartet auch nicht in welchem Umfang.

Vom 04.10.2023 – 09.10.2023 haben meine Mama und ich die alte Wohnung in Badenweiler auf Vordermann gebracht, was so viel heißt wie alles komplett sauber geputzt und blitze blank poliert so, als hätte niemand drin gewohnt.

Schon da hatte ich mit meiner Multiple Sklerose zu struggeln, was leider nichts brachte, denn die Arbeit musste erledigt werden. So haben wir uns beide aufgeteilt und versucht uns eine schöne Zeit zu machen.

Ab dem 09.10.2023 sollte ich für max. 3 Wochen bei meiner Mutter unterkommen bis hier alles grob mal umgebaut wird.

Ich darf nicht sagen, dass aus 3 Wochen leider 3 Monaten wurden, denn alles kam anders als erwartet. Am Anfang war ich noch sehr voller Elan, positiv, zuversichtlich, was schon nach wenigen Wochen leider nicht mehr so fröhlich war.

Meine Mama hat eine schöne Wohnung, leider nicht gut isoliert, jedoch sehr kuschelig. Für sie alleine reichen knapp 45 qm, zu zweit nicht nur kuschelig leider auch sehr eng, denn meine Mama hat mit ihren 80% Schwerbehinderung (ja sie kann noch gehen) nach einem Arbeitsunfall ihr eigenen Rituale, sie braucht ihren Platz und kam ich.

Auch ich habe meine Rituale vor allem dürfen, wenn möglich, keine Ecken und Kanten vorhanden sein, da ich gegen Abend leider nicht mehr gut auf den Beinen bin, so sind wir uns am Anfang sehr auf den Senkel gegangen, bis wir uns aneinander angepasst haben.

So erkrankte ich leider Ende November auch noch an Corona, was mir endgültig mental zusetzte, also so wirklich heftig.

Als ich noch Bilder wie diese:

Bad

Küche + Esszimmer

Wohnzimmer

erhielt, war ich mir sicher alles wird KEIN Ende nehmen, ich fing an vermehrt leichte bis mittelschwere Nervenzusammenbrüche zu bekommen, wurde immer ängstlicher und panischer, schlimmer mega gereizt, bekam Wutanfälle -> das veränderte mein Alltag – für den Moment –.

Dazwischen fanden noch Programmierkurse statt und fing ein Master an meiner alten Fachhochschule, wo ich mein Bachelor absolvierte.

Freut mich so sehr, das war befreiend – dachte ich -.

Von Mal zu Mal, wo ich mich auf dem Weg nach Furtwangen machte, merke ich wie zerrend, das Ganze ist, denn ich hatte knapp 3 Stunden Pendlerei (hin- und zurück), dann noch der nicht ganz leichte verdauliche Lernstoff und schlussendlich die Ungewissheit, wann ein Ende des Umbaus in Sicht ist.

So meldeten sich relativ schnell erste heftige Multiple Sklerose Symptome, denen ich leider nicht mehr gerecht werden konnte und das Studium abbrechen musste. So kam mit dem Abbruch ein größerer innerer Zusammenbruch.

Meine Mama arbeitete dezent auch an mein Selbstwertgefühl, indem sie mir Versagen vorwarf, so oft und so deutlich, dass ich zum Schluss noch selbst daran glaubte.

Doch schnell habe ich mich wieder gefangen, ich hatte einige Dinge, die mir noch richtig Spaß gemacht hatten als, dass ich noch in einer Depression gefallen bin. So kam irgendwann die erlösende Nachricht, dass der Umbau genau an meinen Geburtstag 06.12. fertig gestellt werden würde und so war es auch.

Im zweiten Teil erzähle ich euch wie es weiterging, denn nur, weil ich „nach Hause“ kam, war ich nicht wirklich zuhause!

Zum Schluss hier noch ein paar Bilder wie es an meinen Geburtstag aussah:


Küche

Wohnzimmer

Bis zum Teil 2 ihr Lieben.

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