WAS IST EIN SPIEL?

Ein Spiel ist meistens in 3 „Ober“Kategorien eingeteilt:

  1. Das System: Die Verbindung von Objekten, Attribute, Beziehungen und einer Umgebung.
  2. Die Spieler*innen: In einem Spiel können ein*e Spieler*in oder mehrere Spieler*innen, spielen die mit oder innerhalb des Systems interagieren, um das Spiel zu erleben, ein Teil dessen zu sein.
  3. Die künstliche Grenze: Dies ist eine Grenze, die die „Spielewelt“ von der „Realwelt“ entweder in Zeit oder Raum (ober eben auch beides) trennt.

Wir kommen später noch dazu, doch eines ist hier wichtig zu erwähnen: Die Regeln – Regeln sind wichtig, wenn wir keine Regeln in einem Spiel haben, beschäftigen wir uns mit Spielen, aber nicht mit dem Spiel.

DOCH WAS IST NUN EIN SPIEL GENAU?

  1. Der Konflikt: In diesem Fall ist ein Konflikt ein Wettbewerb der Mächte. Dies kann viele Formen annehmen und sich auf verschiedenen Arten und Weisen äußern, von der Kooperation bis hin zum Wettbewerb. Vom Solokonflikt mit einem Spielsystem (meistens sind das dann die Bots, gegen die man spielt) bis hin zum sozialen Mehrspielerkonflikt. Konflikte sind das zentrale beim Spielen.
  2. Die Regeln: Regeln sind im Spiel eine Struktur, aus der das Spiel entsteht, durch die Begrenzung, was ein*e Spieler*in tun kann oder nicht tun kann.
  3. Das quatifizierbares Ergebnis: Am Ende eines jeden Spiels, hat ein*e Spieler*in entweder gewonnen oder verloren oder erhält eine Art Punkte. Das ist der Unterschied zu Spielen mit weniger formalen Spielaktivitäten.

DIE SCHULE DURCH DIE LINSE VON SPIELEN BETRACHTEN

Ein freiwilliger Versuch, unnötige Hindernisse zu überwinden, bei dem das Ergebnis / der Ausgang unsicher ist, ist ein Spiel. Bei einem freiwilligen Versuch, unnötige Hindernisse zu überwinden, für die es eine genaue „Lösung“ oder die „beste Lösung“ gibt (unabhängig davon, ob seine Existenz bekannt ist oder nicht), ist ein Puzzle.

Spiele haben einen hohen Wiederholwert, Puzzles nicht!

Für die meisten Schüler*innen ist Schule eine Strafe, die Teilnahme ist unfreiwillig und die Hindernisse (in Form von Fächern) erscheinen unnötig, so ist die Schule für manche Schüler*innen vorrangig eine Form der Verpflichtung / der Pflicht.

Manchmal ist die Pflicht familiär oder grundsätzlich sozialer Natur, für andere ist es eine Verpflichtung an sich selbst, in der die Schule ein „Hindernis“ oder ein „HulaHup-Reif“ darstellt, der überspringt werden muss, um andere Ziele erreichen zu können, wie z.B. in die nächste Klasse versetzt werden. (Das ist ein Lehrbuchbeispiel für EXTRINSISCHE MOTIVATION)

Wenn traditionelle Klassenbildung mal mehr oder weniger gut funktioniert, dann handelt es sich in den meisten Fällen um ein Puzzle. Dieses Puzzle kann darin bestehen, dass die Schüler*innen erraten oder analysieren und herausfinden müssen, was es bedeutet, die Rolle eines Schülers einzunehmen. Puzzles können einen erheblichen Bildungswert haben, sie können Spaß machen.

Jüngere Schüler*innen genießen die Schule im Allgemeinen, weil es sich wie ein Puzzle anfühlt, man kann vieles entdecken, erkunden und weiß man nach der Analyse wie etwas funktioniert legt man Puzzleteil für Puzzleteil zusammen, doch ohne einen Wiederholwert verliert die Schule bei älteren Schülern ihre Wirksamkeit, bedeutet bei den älteren Schüler*innen kommt das Spielen wieder ins Spiel.

Zusammenfassend kann man sagen, die jüngeren Schüler*innen betrachten die Schule eher wie ein Puzzle, sie haben viele unbekannte Faktoren, Elemente, Hindernisse die sie erstmal definieren, ordnen und zusammenlegen müssen.

Bei den älteren Schüler*innen ist es schon ein wenig einfacher, da diesen nun die meisten “Elemente”, Puzzlestücke schon beisammen haben und nun spielerisch die Aufgaben des Schultages lösen können.