Wissen heißt wissen, wo es geschrieben steht.
(Albert Einstein)

Albert Einstein war ein sehr weiser Mann in dem was er dachte, schrieb und lehrte, so auch wie das Zitat an dem heutigen internationalen Tag der Bildung. Denn Wissen heißt in den meistens Fällen zu wissen, wo es geschrieben steht, also in welchen Büchern, in welche Veröffentlichungen, auf welche Webseiten etc.

So habe ich versucht mir an dem heutigen Tag ein wenig Wissen „einzuflößen“, in dem ich den Weltbildungsbericht der UNESCO für 21/22 durchgelesen hatte.

Was möchte er uns sagen?
Was wurde vereinbart?
Was wurde festgehalten?
Zu welchen neuen Erkenntnissen sind sie wohl gekommen?

Weltbildungsbericht 2021/22

UNESCO fordert eine bessere staatliche Aufsicht für private Bildungseinrichtungen, um so Ungleichheiten zu reduzieren

Im neuen Weltbildungsbericht warnt die UNESCO vor zunehmender Ungleichheit durch hohe Kosten und unzureichende staatliche Regulierung im privaten Bildungssektor. Der Bericht, den die UN-Organisation unter dem Titel „Die Rolle nicht-staatlicher Akteure in der Bildung“ am 10. Dezember vorgelegt hat, präsentiert fünf Empfehlungen für qualitativ hochwertige Bildung für alle Menschen.

Wenn man sich die Zahlen anschaut, würde man leicht auf die Idee kommen, da gibt es noch viel Arbeit zu tun. Vor allem erschreckend finde ich, dass Menschen in ärmeren Ländern mehr Geld für die Bildung der Kinder in die Hände nehmen, als all die jenen Menschen die mehr verdienen in kapitalreicheren Ländern.

Ich habe viele Kinder, die ich unterrichte, die ich über Monate begleite und für mich ist die immer größere werdende Spanne zwischen Arm und Reich, erschreckend.

Die UNESCO fordert nun die Staatengemeinschaft auf, ihre gesetzlichen Vorschriften zu prüfen und legt fünf Empfehlungen für mehr Gerechtigkeit im Bildungswesen vor:

  1. Die Bemühungen müssen intensiviert werden, um den Zugang zu zwölf Jahren kostenfreier, öffentlich finanzierter vorschulischer und schulischer Bildung für alle Kinder und Jugendlichen zu erleichtern.
  2. Es müssen Qualitätsstandards für alle staatlichen und nicht-staatlichen Bildungseinrichtungen etabliert werden, um zu vermeiden, dass parallele Systeme mit unterschiedlichen Anforderungen, Materialien und Arbeitsbedingungen die Entwicklung hin zu einem kohärenten Bildungssystem für alle behindern.
  3. Die Regierungskompetenzen in der Aufsicht und Durchsetzung von Vorschriften müssen gestärkt werden. In der Praxis sind viele Regeln unzureichend formuliert oder werden nicht umgesetzt.
  4. Innovationen im Sinne des Gemeinwohls sollten gefördert und alle Beteiligten zusammengebracht werden. Gute Ideen sollen erprobt und skaliert werden.
  5. Bildung muss vor Partikularinteressen Einzelner geschützt werden. Wahrung von Transparenz und Integrität im öffentlichen Bildungswesen hilft den am stärksten benachteiligten Lernenden.

Präsentation des Weltbildungsberichts in Deutschland

Am 15. Februar 2022 diskutieren Expertinnen und Experten in Berlin die Ergebnisse des Berichtes mit Blick auf Deutschland bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Auswärtigen Amts, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Deutschen UNESCO-Kommission.

Die Deutsche UNESCO-Kommission wird eine deutschsprachige Kurzfassung des Berichts herausgeben.

Mein Fazit

Wir Erwachsene investieren in unsere Bildung (Weiter-/ Ausbildung) denn es heißt „wieviel bist du es dir wert in dich und dein persönliches Weiterkommen zu investieren?“

Doch was ich nicht verstehe ist WARUM investieren Erwachsene in sich selbst, aber nicht in Kinder?

Ich habe Kinder in meinen Kursen, im Unterricht die sich viel mehr „Einsatz“ von den Erwachsenen wünschen würden, sei es in Form von finanziellen Mitteln damit sie sich die notwendigen Devices zulegen können oder einfach nur ihnen mitteilt wo sie Antworten auf all ihren unbeantworteten Fragen, finden können. Sie fühlen sich vergessen, vernachlässigt.

Doch möchte ich sehr gerne auch erwähnen, dass es so so tolle Initiativen gibt die sich für die Bildung von Schüler*innen, Kinder und Jugendlichen, unermüdlich einsetzen. Bei diesen möchte ich mich vom ganzen Herzen bedanken, denn ohne euch wären wir noch weit hinten dran.

Digitale Bildung ist für mich mehr als ein Beruf, den ich als Informatikerin ausübe, es ist meine Berufung, ich bringe Kindern und Jugendlichen, Schüler*innen bei nicht nur wie sie sich in der digitalen Welt zurechtfinden, sondern auch wie sie auch über sich hinauswachsen. Deshalb freue mich umso mehr auf das Ergebnis am 15.02.2022.

Wie steht ihr dazu?
Was sollte in der Bildung sich alles ändern, damit es in die richtige Richtung geht?